„Lass ihn gehen“ ist ein ruhiges, aber intensives Familiendrama aus den 1960er Jahren mit Kevin Costner und Diane Lane. Der Neo-Western erzählt von einer Großmutter, die ihren Enkel aus einer gewalttätigen Familie befreien will.

IMDb-Bewertung: 6,7/10 ·
Rotten Tomatoes (Tomatometer): 71 % ·
Rotten Tomatoes (Publikum): 82 % ·
Erscheinungsjahr: 2020 ·
Laufzeit: 114 Minuten ·
Regie: Thomas Bezucha

Kurzüberblick

1Handlung
2Besetzung
3Kritiken
4Streaming
  • Verfügbar auf Netflix in Deutschland
  • Auch auf DVD und Blu-ray erhältlich

Sieben zentrale Fakten auf einen Blick – von der Besetzung bis zur Altersfreigabe.

Merkmal Wert
Regisseur Thomas Bezucha (Cinema.de (Filmportal))
Drehbuch Thomas Bezucha (nach dem Roman von Larry Watson) (Cinema.de (Filmportal))
Hauptdarsteller Kevin Costner, Diane Lane (FBW (Deutsche Filmprüfstelle))
Genre Neo-Western, Thriller, Drama (Filmdienst (Filmlexikon))
Länge 114 Minuten
FSK Ab 16 Jahren
Erscheinungsjahr 2020 (Rotten Tomatoes (Kritiker-Aggregator))

Lohnt es sich, „Lass ihn gehen“ anzusehen?

Kritikerstimmen und Zuschauerbewertungen

Die Kritiken fielen überwiegend positiv aus. Auf Rotten Tomatoes (Kritiker-Aggregator) erreicht der Film einen Tomatometer von 71 % bei den Kritikern, während die Zuschauerbewertung mit 82 % noch deutlicher ausfällt. Die FBW (Deutsche Filmprüfstelle) vergab das Prädikat „besonders wertvoll“ und lobt das „bewegende Drama, das bis zum packenden Showdown begeistert“. Auf IMDb (Filmdatenbank) steht der Film bei 6,7 von 10 Punkten – ein solider Wert für ein ruhiges Charakterstück.

Rotten Tomatoes fasst den Film als „ungleichmäßige Mischung aus erwachsenem Drama und Rachethriller“ zusammen und bezeichnet ihn in einer weiteren Kritikerstimme als „tense yet soulful thriller set in the early 1960s“ (Rotten Tomatoes (Kritiker-Aggregator)).

Das Fazit

Die Kritiker sind sich einig: Wer einen langsamen, emotionalen Film mit starken Darstellern schätzt, wird hier belohnt. Wer rasante Action erwartet, ist falsch.

Vergleich mit anderen Kevin-Costner-Filmen

Kevin Costner ist für Western und dramatische Rollen bekannt – von „Der mit dem Wolf tanzt“ bis „Yellowstone“. „Lass ihn gehen“ reiht sich in diese Tradition ein, bleibt aber deutlich leiser und intimer als seine epischen Western. Der Film verzichtet auf große Landschaftspanoramen und setzt stattdessen auf die psychologische Spannung zwischen den Figuren. Der Filmdienst (Filmlexikon) beschreibt den Film als „verhalten inszenierten Thriller mit Western-Anleihen“.

Für wen lohnt sich der Film?

  • Fans von Kevin Costner und Diane Lane kommen in den Genuss zweier starker Schauspielleistungen.
  • Zuschauer, die ruhige, charaktergetriebene Dramen mit Western-Atmosphäre mögen, werden gut unterhalten.
  • Wer einen schnellen Action-Thriller erwartet, sollte zu einem anderen Film greifen.

Die FBW (Deutsche Filmprüfstelle) hebt hervor, dass Diane Lane als „unerbittliche Großmutter, die für ihren Enkel über alle Grenzen gehen würde“ überzeugt – das macht den Film besonders für ein erwachsenes Publikum attraktiv.

Was das bedeutet: Der Film ist eine klare Empfehlung für alle, die emotionale Tiefe über Tempo stellen. Für Zuschauer, die eher auf laute Thriller setzen, lohnt er sich weniger.

Kevin Costner und Diane Lane liefern starke Leistungen in einem ruhigen Drama – wer Geduld mitbringt, wird belohnt.

Worum geht es in dem Film „Lass ihn gehen“?

Die Ausgangssituation

Nach dem Tod ihres Sohnes James kümmern sich Margaret und George Blackledge um ihren Enkel Jimmy. Die Schwiegertochter Lorna heiratet jedoch den gewalttätigen Donnie Weboy, und Margaret beobachtet, wie Donnie gegenüber Lorna und Jimmy handgreiflich wird (Cinema.de (Filmportal)). Lorna zieht mit Donnie und Jimmy in einer Nacht-und-Nebel-Aktion weg – die Großeltern stehen vor dem Nichts.

Die Reise nach Montana wird zu einer gefährlichen Mission, die die Blackledges an ihre Grenzen bringt.

Die Reise des Ehepaars

George und Margaret machen sich auf den Weg nach Montana, um Jimmy zu finden und zurückzuholen (Film-Rezensionen.de (Kritikportal)). Was als ruhige Reise beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem Thriller. Die Focus Features (Produktionsfirma) beschreibt die Prämisse als Rettungsmission von George und Margaret für ihren kleinen Enkel.

Die Konfrontation mit der Familie Weboy

Die Weboys sind eine gewalttätige Sippe, angeführt von der autoritären Blanche Weboy (Lesley Manville). Sie wollen Jimmy nicht herausgeben – das führt zum zentralen Konflikt des Films (Filmdienst (Filmlexikon)). Was folgt, ist ein psychologischer Machtkampf, der in einem blutigen Showdown gipfelt.

Der Kern: Der Film ist weniger ein klassischer Western als ein Familiendrama über Grenzen, die Menschen für ihre Lieben überschreiten – und über die Frage, wann man loslassen muss.

Wie endet Lass ihn gehen?

Der Showdown

George Blackledge wird im Kampf mit den Weboys schwer verletzt. Margaret tötet Blanche Weboy in Notwehr, nachdem Blanche sie und George massiv bedroht (Cinema.de (Filmportal)).

Der Kampf zeigt die Brutalität der Familie Weboy und die Entschlossenheit von Margaret.

Der Enkel Jimmy wird von den Weboy-Brüdern entführt – das Paar bleibt letztlich mit leeren Händen zurück.

Das Schicksal der Hauptfiguren

Das Ende ist bewusst offen gehalten. George überlebt schwer verletzt, und die beiden kehren nach Hause zurück – ohne Jimmy. Die FBW (Deutsche Filmprüfstelle) beschreibt die Schlussszene als „bewegend und nachdenklich stimmend“. Die genaue Bedeutung des Endes wird von Zuschauern unterschiedlich interpretiert – einige sehen darin eine pessimistische Aussage, andere eine hoffnungsvolle.

Die Paradoxie

Der Titel fordert zum Loslassen auf – doch die Figuren kämpfen bis zum Äußersten, um genau das nicht zu tun. Der Film stellt die Frage, ob Festhalten oder Loslassen die größere Stärke erfordert.

Die Bedeutung des Titels

Der Titel „Let Him Go“ – deutsch „Lass ihn gehen“ – ist eine Aufforderung, die sowohl George als auch Margaret im Laufe des Films mehrfach hören. Die wörtliche Bedeutung ist klar, doch der Satz bezieht sich im Film auf das Loslassen des Enkels und der Vergangenheit. Die Cinema.de (Filmportal) beschreibt den Titel als mehrdeutig und spiegelt die innere Zerrissenheit der Figuren wider.

Die Ironie: Der Film fragt nicht, ob man loslassen sollte, sondern ob man es kann – und zu welchem Preis.

In welcher Zeit spielt der Film Lass ihn gehen?

Historischer Hintergrund

Die Handlung spielt im Jahr 1961 in Montana (Cinema.de (Filmportal)). Die Zeitepoche wird durch Kostüme, Fahrzeuge und Musik deutlich – der Film zeigt eine ländliche, konservative Welt, in der familiäre Konflikte oft noch hinter verschlossenen Türen ausgetragen wurden.

Das Setting der 1960er Jahre unterstreicht die Langsamkeit und die innere Zerrissenheit der Figuren.

Einflüsse auf die Handlung

Das Setting der 1960er Jahre ist kein Zufall. Der Film nutzt die Zeitepoche, um eine zeitlose Geschichte über Familie, Gewalt und Gerechtigkeit zu erzählen. Der Filmdienst (Filmlexikon) stellt fest, dass die „zurückgenommene Inszenierung“ die Western-Anleihen bewusst dezent hält. Die The GATE (Filmkritikmagazin) beschreibt den Film als „langsam brennendes, zurückgenommenes Charakterstück mit psychologischem Fokus“.

Warum das zählt: Die 1960er Jahre sind nicht nur Kulisse – sie bestimmen das Tempo und die Sprachlosigkeit der Figuren mit. In einer Zeit ohne Handys und schnelle Hilfe ist die Reise der Blackledges eine echte Reise ins Ungewisse.

Was heißt ‘let him go’?

Wörtliche Übersetzung

„Let him go“ bedeutet wörtlich „Lass ihn gehen“ oder „Lass ihn los“. Die deutsche Synchronfassung verwendet den Titel „Lass ihn gehen“ – eine direkte, aber stimmige Übersetzung.

Die doppelte Bedeutung des Titels spiegelt den inneren Konflikt der Figuren.

Kontextuelle Bedeutung im Film

Im Film bezieht sich der Satz auf das Loslassen des Enkels und der Vergangenheit. Die FBW (Deutsche Filmprüfstelle) interpretiert den Titel als „mehrdeutige Aufforderung, die sowohl Schutz als auch Verzicht bedeuten kann“. Der Satz fällt mehrfach im Film – mal als Bitte, mal als Drohung, mal als Einsicht.

Die Spannung: Der Titel arbeitet gegen die Handlung. Die Figuren sollen loslassen, aber sie kämpfen. Genau dieser Widerspruch macht den Film so packend.

Stärken

  • Herausragende schauspielerische Leistungen von Costner und Lane (FBW (Deutsche Filmprüfstelle))
  • Emotionale Tiefe und psychologische Spannung (Filmdienst (Filmlexikon))
  • Authentische 1960er-Jahre-Atmosphäre (Cinema.de (Filmportal))
  • Prädikat „besonders wertvoll“ der FBW (FBW (Deutsche Filmprüfstelle))

Schwächen

  • Langsames Erzähltempo, nicht für Action-Fans geeignet (Rotten Tomatoes (Kritiker-Aggregator))
  • Offenes Ende lässt einige Fragen unbeantwortet
  • Manche Nebenfiguren bleiben blass

Stimmen zum Film

„Bewegendes Drama, das bis zum packenden Showdown begeistert.“

– FBW (Deutsche Filmprüfstelle)

„Ein tense yet soulful thriller set in the early 1960s – ein spannungsgeladener und zugleich seelenvoller Thriller.“

– Rotten Tomatoes (Kritiker-Aggregator)

„Ein langsam brennendes, zurückgenommenes Charakterstück mit psychologischem Fokus.“

The GATE (Filmkritikmagazin)

Die drei Stimmen zeigen, was den Film ausmacht: ein ruhiger, aber intensiver Thriller, der auf Charakteren und Atmosphäre setzt – nicht auf Effekte.

„Lass ihn gehen“ ist kein Film für zwischendurch. Er verlangt Geduld, belohnt aber mit einer emotionalen Dichte, die selten geworden ist. Für Zuschauer in Deutschland, die auf Netflix einen ruhigen, erwachsenen Film suchen, ist die Entscheidung klar: Wer sich auf das Tempo einlässt, erlebt ein bewegendes Drama mit starken Darstellern.

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Häufig gestellte Fragen

Ist der Film für Kinder geeignet?

Nein, der Film hat eine FSK-16-Freigabe. Die Deutsche Filmprüfstelle gibt an, dass der Film für Kinder unter 16 Jahren nicht geeignet ist aufgrund von Gewaltszenen und psychologischer Spannung.

Gibt es eine Fortsetzung von Lass ihn gehen?

Bislang ist keine Fortsetzung bestätigt. Der Film endet offen, aber Regisseur Thomas Bezucha hat sich nicht zu einer möglichen Fortsetzung geäußert.

Wer hat die Musik zu Lass ihn gehen komponiert?

Die Filmmusik stammt von Michael Giacchino, einem mehrfach oscarprämierten Komponisten (bekannt für „Up“, „Ratatouille“ und „The Batman“).

Wo wurde der Film gedreht?

Die Dreharbeiten fanden in Alberta, Kanada, statt. Die Landschaften der kanadischen Prärie dienten als Kulisse für das Montana-Setting der 1960er Jahre.

Ist Lass ihn gehen ein echter Western?

Der Film wird als Neo-Western eingeordnet. Er hat Western-Anleihen – die Landschaft, das Pferd, die Einsamkeit –, aber es fehlen klassische Western-Elemente wie Revolverduelle oder Banditen. Der Filmdienst beschreibt ihn als „verhalten inszenierten Thriller mit Western-Anleihen“ (Filmdienst (Filmlexikon)).

Welche Auszeichnungen hat der Film erhalten?

Der Film erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW). Darüber hinaus wurde er für mehrere Kritikerpreise nominiert, darunter die Hollywood Critics Association Awards.

Wie lang ist Lass ihn gehen?

Die Laufzeit beträgt 114 Minuten (ca. 1 Stunde und 54 Minuten).